Die Geschichte von natürlich inklusiv begann nicht am Schreibtisch, sondern mit Frustration.
Burkhard engagierte sich damals im Kreiselternrat und kam nach den Sitzungen regelmäßig ernüchtert nach Hause: Beim Thema Inklusion bewegte sich an vielen Schulen kaum etwas. Fünf Jahre später erleben wir noch immer, wie schwer sich manche Strukturen damit tun. Gleichzeitig sehen wir viele positive Beispiele, die zeigen, was möglich ist, wenn Menschen offen sind und Verantwortung übernehmen.
Auch unsere Familie hat diese Unterschiede unmittelbar erfahren. Unser Sohn wechselte dreimal die weiterführende Schule, bevor er endlich an einem Ort ankam, an dem seine Lehrerinnen und Lehrer ihn so akzeptieren, wie er ist. Diese Erfahrung prägt unsere Arbeit: Teilhabe entsteht nicht allein durch Vorgaben, Ausstattung oder gute Absichten. Sie entsteht vor allem durch Haltung, Beteiligung und die Bereitschaft, Menschen wirklich zuzuhören.
Gegründet wurde natürlich inklusiv von Julia und Burkhard. Die erste Idee kam von Kerstin: Warum nicht inklusive Spielgeräte entwickeln und produzieren? Heike gab dem Unternehmen schließlich seinen Namen.
Schon bald stellten wir fest: Spielgeräte, die als barrierefrei oder inklusiv bezeichnet werden, gibt es bereits genug. Was häufig fehlt, ist etwas anderes – ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Ein inklusiver Spielplatz entsteht nicht dadurch, dass einzelne entsprechend gekennzeichnete Geräte aufgestellt werden. Und umgekehrt braucht es nicht zwingend speziell gelabelte Spielgeräte, damit gemeinsames Spielen gelingt. Entscheidend ist, den gesamten Ort und die Menschen, die ihn nutzen, in den Blick zu nehmen.
Deshalb beginnen unsere Projekte nicht mit einem Katalog, sondern mit offenen Augen, offenen Ohren und vielen Fragen:
Ist der Standort für das Vorhaben geeignet?
Wie ist der Ort erreichbar und an sein Umfeld angebunden?
Welche Menschen leben in der Umgebung?
Wer nutzt den Spielplatz heute – und wer bisher nicht?
Was benötigen die verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer wirklich?
Welche Barrieren bestehen am Boden, in den Abläufen und in den Köpfen?
Erst wenn wir die Ausgangslage verstanden haben, beginnen wir mit der Planung.
Inklusiv bedeutet für uns: Alle Menschen können teilhaben. Diese Teilhabe beginnt nicht erst auf dem fertigen Spielplatz, sondern bereits bei seiner Entwicklung.
Wer Menschen frühzeitig beteiligt, erfährt, was sie brauchen, was sie ausschließt und wodurch gemeinsames Spielen möglich wird. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage der Planung. So wird Inklusion nicht nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an Bestandteil des gesamten Projekts.
Ein Spielplatz wird nicht automatisch inklusiv, weil man ihn so nennt. Er kann es aber werden, wenn die relevanten Menschen ernsthaft beteiligt werden und ihre unterschiedlichen Perspektiven in die Planung einfließen.
Wir sind geradlinig, direkt und ehrlich. Wir sagen, was wir fachlich für richtig halten – und begründen unsere Einschätzung. Eine gute Zusammenarbeit setzt für uns voraus, dass Auftraggeber bereit sind, sich mit dem Ort, seinen Nutzerinnen und Nutzern und den tatsächlichen Bedarfen auseinanderzusetzen.
Die Chemie muss stimmen, denn wir verstehen Beratung nicht als einmaligen Termin. Wir begleiten Projekte über die gesamte Laufzeit: von der ersten Analyse und Beteiligung über Finanzierung, Planung und Umsetzung bis zur Wirkungsanalyse im laufenden Betrieb.
Dabei planen wir nicht für eine beeindruckende Präsentation, sondern für die Wirklichkeit. Wir entwerfen keine Luftschlösser in Form schöner, aber kaum realisierbarer Zeichnungen. Wir konstruieren budgetorientiert, nachvollziehbar und verlässlich. Was wir vorschlagen, soll finanzierbar, umsetzbar und langfristig nutzbar sein.
Denn unser Ziel ist nicht einfach ein neuer Spielplatz. Unser Ziel ist ein Ort, an dem unterschiedliche Menschen selbstverständlich teilhaben und einander begegnen können.
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